Allradlenkung Erfolg: Wie das gelenkte Hinterrad funktioniert und Ihre Fahrt revolutioniert

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Wie funktioniert die Allradlenkung?

Die Allradlenkung (auch Hinterachslenkung genannt) ist ein System, bei dem die Hinterräder je nach Situation mit gelenkt werden.

Das Grundprinzip ist: Neben der klassischen Lenkung an der Vorderachse werden auch die Räder an der Hinterachse abhängig von Tempo, Lenkwinkel und Fahrsituation mit gelenkt. 

 Dabei gibt es zwei grundlegende Funktionsweisen:

  • Gleichsinniges Lenken
    (bei höheren 
    Fahrgeschwindigkeiten):
    Die Hinterräder gleichsinnig zu den Vorderrädern mitlenken. Das verbessert die Stabilität beim Spurwechsel und in Kurven. 

  • Gegensinnig Lenken (bei niedrigen Fahrgeschwindigkeiten):
    Die Hinterräder bewegen sich in die entgegengesetzte Richtung der Vorderräder. Der vorhandene Wendekreis wird um bis zu zwei Meter verringert, was das Positionieren in engen Straßen oder Parkhäusern deutlich erleichtert.

Der Übergang zwischen den beiden Modi wird automatisch vom System gesteuert und erfolgt meist bei etwa 100 km/h.

Technik, Funktion und Umsetzung

Die Innovation der Allradlenkung basiert darauf, dass das Lenkrad nicht nur die Vorderräder, sondern das Heck beeinflusst. Je nach Bereich des Tempos werden die Hinterräder in einem bestimmten Grad entweder gegensinnigen oder gleichsinnig eingeschlagen.

Die Funktion ist variabel und entsprechend dem Einsatz im Alltag oder bei höheren Geschwindigkeiten angepasst. Verschiedene Hersteller setzen unterschiedliche Systeme ein, von alternativ Lösungen bis hin zu modernen Varianten.

Entscheidend ist, dass die Lenkbewegung und Lenkeinschlag präzise geregelt wird, um das Fahrzeug auch in groß dimensionierten Modellen wendig zu halten.

Zwar lässt sich das System bei Bedarf wechseln, doch aufgrund der Komplexität kann ein Nachteil die höheren Kosten in Anschaffung und Reparatur sein.

Vorteile der Hinterradlenkung

Wendiger in der Stadt, stabiler auf der Autobahn

Kleinerer Wendekreis: Statt üblichen 12 Metern braucht ein Fahrzeug mit Allradlenkung oft nur unter 10 Meter.

Bessere Kurvenstabilität: Bei höheren Geschwindigkeiten (ca. 60 km/h) lenken die Hinterräder gleichsinnig mit, was Kurvenfahrten ruhiger macht.
 

Mehr Fahrsicherheit

Bessere Kontrolle bei zügigen Manövern

Reduziertes Unter- oder Übersteuern in kritischen Situationen

Welche Fahrzeuge nutzen Allradlenkung in Serie?

Diese ist vor allem auf Basis der Premiumfahrzeugen verbreitet, wird aber zunehmend auch in kompakteren Modellen eingesetzt. 

Mercedes-Benz
 
Porsche
 
BMW
 
Audi
 
S-Klasse & EQS 911 (seit 991.2)
& Taycan
5er, 7er & X5/X6 A8 & Q7 (optional)

Historisch gesehen nutzten bereits Honda Prelude & Mazda 626 mechanische Hinterradlenkung, was die lange Entwicklungsgeschichte dieser Technologie zeigt.

Je nach Generation der Fahrzeuge wird die Hinterachslenkung unterschiedlich realisiert:

  • Mechanisch: Über Lenkgestänge und Spurstangen werden die Hinterräder direkt mit der Vorderachse verbunden.
  • Elektrisch: Moderne Systeme arbeiten mit Stellmotoren und Steuergerät, die die einzelnen Hinterräder jeweils angesteuert in den passenden Winkel bringen.

Zukunft der Allradlenkung

Mit der Elektrifizierung und autonomen Fahrfunktionen wird die Hinterradlenkung noch wichtiger:

Automatisiertes Parken profitiert von präziserer Manövrierfähigkeit.

Autobahn-Assistenten nutzen die Basis für sichere Spurwechsel.

Sportwagen wie der Porsche 911 Turbo S setzen auf dynamischere Kurvenlage.

Besonders interessant wird die Allradlenkung in Verbindung mit Allradantrieb, wo die Kraft gleichmäßig auf beide Achsen verteilt wird. Damit ist das Fahrzeug auch bei schnellen Richtungswechseln oder auf nasser Fahrbahn sicher unterwegs.

Eine Revolution im Fahrverhalten mit Technik und Funktion

Die Allradlenkung ist kein reines Luxus-Feature mehr, sie wird zunehmend zum Standard für Agilität und Sicherheit. Das gelenkte Hinterrad macht das Fahren effizienter, komfortabler und sicherer.

Die Allradlenkung zeigt, wie innovative Technik den Fahrkomfort verbessert und die Sicherheit auf der Straße erhöht.

Moderne Autos werden intelligenter und eine der spannendsten Innovationen ist die Allradlenkung.

Dieses System ermöglicht es, nicht nur die Vorderräder, sondern auch die Hinterräder zu lenken. 

Das Ergebnis? Ein kleinerer Wendekreis, bessere Agilität und mehr Fahrstabilität, egal ob beim Rangieren oder bei höheren Geschwindigkeiten.

Doch wie funktioniert diese genau? Welche Vorteile bietet sie? Und welche Autos nutzen sie bereits?


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